DokFilmTage Winterthur | 21. - 24. April 2010
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Lichtspieltage-Spezial:

DokFilmTage Winterthur
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21. – 24. April 2010 | Spenglerei Winterthur, Gärtnerstrasse 18, Winterthur



PROGRAMM
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MITTWOCH 21. APRIL
20 Uhr
(nur noch wenige Tickets an der Abendkasse erhältlich!)

 


Auf leisen Sohlen

Jan Mettler, Winterthur | 7 Min.

Die Volkstanzgruppe Töss trifft sich alle 14 Tage zum gemeinsamen Tanz. Die Seniorinnen pflegen ihre sozial wertvolle und sportlich herausfordernde Tanzgruppe mit viel Hingabe und Fröhlichkeit.

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Ich bin’s Sarah!
Christoph Rahm, Zürich | 90 Min.

Der Film ist ein ungewöhnlicher Film über das Leben einer drogensüchtigen Frau. Der Film ist ein Porträt über ein Leben zwischen Exzess und der Suche nach Normalität. Es ist der Film der auf selbst gedrehten Videoszenen der Protagonistin basiert. Es ist ein Film über die Parallelgesellschaft der Drogensüchtigen. Der Film ist keine wissenschaftliche Studie, noch hat er den Anspruch, das Thema sucht umfassend und abschliessend zu behandeln.

Es ist ein Film über Hoffnung und Verzweiflung, über Ängste und Wünsche. Ein Film über Familie und über Einsamkeit. Ein Film über Inszenierung in einer multimedialen Gesellschaft. Es ist ein Film über Kämpfen und Versagen. Ein Film über den Mut einer drogensüchtigen Frau ihr Leben öffentlich zu machen.

Der Film ist weder eine wissenschaftliche Studie noch hat er den Anspruch das Thema Sucht umfassend und abschliessend zu behandeln. Der Film zeigt das Leben von S.J., Drogenkonsumentin seit zwölf Jahren. Der Film beschäftigt sich aber auch mit dem Trend zur Inszenierung des Individuums dank neuen Technologien und Sendeformaten der Medien. S.J. präsentiert sich, ihr Leben und ihren Umgang mit Drogen in selbst gedrehten Szenen – genau so wie Millionen andere auf YouTube und verwandten Seiten ihre Urlaubsvideos und Freizeitbeschäftigungen veröffentlichen. Der Film wirft Fragen auf, überlässt das Urteil aber dem Zuschauer. Aufgrund des intimen Einblicks, den der Film gewährt, können sich festgefahrene Ansichten über den Umgang mit Randständigen verändern.
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Nur noch wenige Tickets an der Abendkasse erhältlich!

DONNERSTAG 22. APRIL
20 Uhr

 


Verbotene Sprache

Katrin Sutter und David Thayer, Zürich, 40’

Rolf ertaubt im Alter von drei Jahren nach einer Hirnhautentzündung. Als achtjähriger erhält er als erstes Kind der Schweiz eine Innenohrprothese, ein Cochlea Implantat. Damit kann er wieder Geräusche wahrnehmen. Schule, Medizin und Eltern trimmen Klein-Rolf, sich in der Welt der Hörenden zu integrieren. Er muss mit dem Cochlea Implantat Hören lernen, Lippen lesen und unter Strapazen lernen, sich in Lautsprache auszudrücken. Die Muttersprache der Gehörlosen, die Gebärdensprache, darf er nicht nutzen. Aus Angst, er erziele dabei weniger Erfolge in der Sprache der hörenden Mehrheit. Während seiner ganzen Kindheit blieb ihm die Sprache als Kulturgut, Sprachspielereien, Humor oder Ironie verschlossen.Erst als junger Erwachsener lernte er die Gebärdensprache und eine neue Welt tut sich ihm auf. Er ist geschockt, als er realisiert, was ihm alles vorenthalten wurde. Heute drückt sich Rolf virtuos auf der Bühne in Gebärdensprache auf. Er provoziert an Poetry Slams mit pointierten Texten: Einmal spricht er davon, allen Hörenden die Tromelfelle zu zertrümmern, einmal bezeichnet er die Gehörlosen als Feiglinge.   «Verbotene Sprache» verfolgt Rolf Laniccas Bühnenauftritte während drei Jahren und zeichnet seine künstlerischen und persönlichen Entwicklungsschritte auf.

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Solange wir leben sind wir unsterblich
Urs Kriech, Bern | 57’

Dani, Edith, Isabeau, Ruth und Tobias können nur davon träumen: vom unbeschwert Atmen.
Diese fünf Menschen haben eines gemeinsam: Sie leiden an Cystischer Fibrose/Mukovizidose, einer unheilbaren Erbkrankheit, die zur Folge hat dass die Lunge der Betroffenen allmählich zerstört wird. Während mehr als einem Jahr begleitete der Filmemacher und CF-Betroffene Urs Kriech seine fünf Kollegen in ihrem Alltag und zeigt, wie sie sich mutig und auf beeindruckende Art der Krankheit stellen und dabei ihre Lebenslust nicht verlieren.

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FREITAG 23. APRIL
20 Uhr

 


Into The Zone

Raphael Bondy, Zürich | 30’

Fünf Touristen reisen nach Tschernobyl, besuchen die Geisterstadt P, begegnen Menschen, die dort leben, berichten laufend von ihren starken Erfahrungen. Bilder aus der Zeit vor und nach dem verheerenden  Unfall (1986), die konkreten Spuren der Geschichte sind  ergreifend, lassen die Zeit still stehen.  
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Dancing With The Storms
O’Neil Bürgi, Frauenfeld | 78’

Der Thurgauer Filmemacher O’Neil Bürgi hat Schweizer Sturmjäger auf ihren wilden Roadtrips quer durch die Schweiz und Norditalien begleitet. Sein kurzweiliger Dokumentarfilm will nicht mit reisserischen Aufnahmen den Atem rauben, sondern Motive und Leidenschaft der Sturmjäger differenziert beleuchten.

O'Neil Bürgi folgt so genannten Stormchaser (Sturmjäger), das sind Menschen, welche aus Leidenschaft wilde Wetterphänomene wie Gewitterfronten, Stürme oder auch Tornados dokumentieren. Nicht selten setzen sie sich gewissen Risiken aus, wenn sie unbändige Naturkräfte hautnah miterleben wollen. Stormchasing wird in den USA seit Jahrzehnten betrieben und erlangte seit «Twister» Popularität. Viele Sturmjäger stehen in engem Kontakt mit MeteorologInnen und WissenschaftlerInnen, um ihre Beobachtungen im Dienste der Wissenschaft und des Bevölkerungsschutzes weiterzugeben. Vor allem in Bezug auf die Verlängerung der Vorwarnzeit vor Tornados konnte die Chasergemeinde ihren Teil beitragen. Die Tornadoforschung erlebt einen Aufschwung auch dank der wachsen- den Popularität des Stormchasings. In der Schweiz existiert seit einem Jahrzehnt ebenfalls eine Gruppe von Sturmjägern, welche im Sommer im ganzen Land und darüber hinaus unterwegs ist, auf der Suche nach starken Sommergewittern, grossem Hagel und Tornados. Sie dokumentieren, machen Fotos und filmen ihre Erlebnisse. Was bringt diese Menschen überhaupt dazu solch ein ungewöhnliches Hobby zu betreiben? Eine Annäherung an ein Phänomen.
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SAMSTAG 24. APRIL
17 Uhr

 


Fealan – Winterthur schreibt eine Oper

Regula Tobler, Zürich | 58’

In Winterthur entstand 2008-2009 ein einmaliges Jugendprojekt, das es in der Schweiz und in dieser Dimension auch international noch nie gab.
800 Kinder und Jugendliche aus Winterthur und Turbenthal erfanden, komponierten und führten eine Oper auf. 350 Darsteller auf der Bühne. 120 Kinder sangen im Chor. Altersdurchmischt von 6 - 17 Jahren, übernahmen sie von der Idee bis zur Bühnenreife, von der Ausstattung bis zur Vermarktung, die Inszenierung.
Das Musikkollegium Winterthur hat dieses Projekt als mutiges Experiment zur nachhaltigen Förderung von Kindern in der Musikerziehung veranstaltet. Herausgekommen ist ein kulturelles Gesamtkunstwerk, das einzigartig ist.

Der Film dokumentiert die farbenfrohe Entstehungsgeschichte der Oper. Im Mittelpunkt stehen Noah und Vivian, zwei der jugendlichen Hauptdarsteller. Der Film begleitet ihre Hochs und Tiefs während der intensiven Probezeit, fiebert mit, wenn sie sich um ihre Rollen bewerben und ihnen das Erblegnis Oper unter die Haut geht.

> Film-Trailer


20 Uhr

 


Made in Kurdistan

Ursina Maurer Béchet, Villars-sur-Glâne | 18’

Kurdische Flüchtlingsfrauen in Hakkari (Südosttürkei) weben wie zu alten Zeiten Kelims mit geheimnisvollen Botschaften.
Ein kurdischer Kelim ist wie ein Buch. Seine Muster und Farben veranschaulichen das Leben der Weberinnen und erzählen von deren Freud und Leid, Sorgen und Hoffnungen. In der Webwerkstatt Rûnas in Hakkari, Südosttürkei, arbeiten junge Flüchtlingsfrauen, die in den 90-er Jahren mit ihren Familien aus den umliegenden Dörfern vertrieben worden waren. Sie weben für ihren Lebensunterhalt, tragen gleichzeitig aber auch zum Erhalt eines bedrohten Kulturgutes bei. Der Film zeigt, wie in äusserst präziser und anstrengender Handarbeit ein Kelim ensteht und gibt einen kurzen Einblick in die Situation der Kurden im Südosten der Türkei.


Spur null
Ramon Königshausen & Selina Weber, Samstagern | 13’

In einem Brugger Dachgeschoss kommen Menschen aus verschiedensten Berufsgattungen zusammen, um eine gemeinsame Leidenschaft zu verfolgen: die Modelleisenbahn.
Der Film (ver)führt uns in die eigene Welt der Modelleisenbahner, die in ihrem Club in Brugg stetig an einer Anlage mit schon über 1000 Kilometern Geleisen arbeiten, und es werden sicherlich noch mehr. Das, was sich andere unter dieser Beschäftigung vorstellen, und das, was es für die Beteiligten ist, so einer der Protagonisten im Film, sind «zwei verschiedene Welten».


Jürg Hitz - Buchbinder im Mikrokosmos
Marius Stricker, Zürich | 11’

Ein eigenartiger Buchbinder bindet sich die Welt auf seine Weise.


Clivio’s Objects
Anne Cuneo, Zürich | 23’

Franco Clivio sammelt alte Objekte die ihm ästhetisch gefallen und deren Geschichte und Nützlichkeit er erforscht.


Live Fast, Die Old
Martina Loher Rodríguez, Schaffhausen | 24’

Wie wird man älter, wenn man als junge Punks nach dem Motto «Live Fast, Die Young» gelebt hat?